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Leider schon vorbei

Exoplaneten – Fremden Welten auf der Spur

16. Dezember 2017 bis 15. April 2018

Die Schweiz hat sich der Erforschung von Planeten und Exoplaneten – Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems – verschrieben. Unter der Leitung der Uni-versität Bern und Genf arbeiten rund 100 Forscherinnen und Forscher des Nationalen Forschungsschwerpunkts PlanetS daran, den fremden Welten auf die Spur zu kommen. Eine kleine Ausstellung informiert kurzweilig und spannend über dieses faszinierende Thema. Erstmals gezeigt werden auch echte – oder vermeintlich echte – Zeugen ferner Welten aus der rund 160-jährigen Sammlung des Naturmuseums.

Das Unspektakuläre im Fokus oder:
die Poesie eines Miststocks. Fotografien von Jürg Schoop

22. Juli bis 26. November 2017

In den Fotografien von Jürg Schoop geniesst das Unspektakuläre besondere Aufmerksamkeit. Im Kabinett präsentierte der Kreuzlinger Fotograf Jürg Schoop eine Serie fotografischer Arbeiten. Während sich die eine Bilderserie mit Miststöcken beschäftigte, zeigte die andere verwitterte Schieferplatten. In seinen Fotografien gelingt es Schoop mit Achtsamkeit und Sorgfalt, aber auch mit Witz und Schalk, unseren Blick auf nebensächliche und unbedeutende Motive zu lenken. In seinen Bildern wird der Schnappschuss am Wegrand zum Landschaftsgemälde – und plötzlich offenbart ein Misthaufen seine ganze Pracht. Hörstationen gaben Einblick in den Menschen Jürg Schoop und sein vielseitiges, sechs Jahrzehnte umfassendes Werk als Kunstschaffender.

Äpfel mit Birnen vergleichen – Die Obstsortenmodelle von Johann Volkmar Sickler, um 1800

28. Januar bis 16. Juli 2017

Fast 300 Modelle von Birnen, Äpfeln, Kirschen, Zwetschgen, Pflaumen, Pfirsichen, Aprikosen und Nüssen umfasst die Sammlung von Wachsfrüchten, die Johann Volkmar Sickler vor gut 200 Jahren, begleitend zu seiner Obstbau-Zeitschrift, herstellen und vertreiben liess. Noch heute meint man, den Duft der reifen Früchte riechen zu müssen, wenn man die vollkommen lebensechten Modelle betrachtet. Das Naturmuseum präsentierte erstmals die 2016 aus einem Familienbesitz erworbene Sammlung. Ein einzigartiger Augenschmaus!

Gartenblicke – Der archäobotanische Museumsgarten in Bildern

Oktober 2016 bis 8. Januar 2017

Seit 20 Jahren ist der Museumsgarten des Naturmuseums und des Museums für Archäologie Thurgau eine grüne Oase im Herzen von Frauenfeld. Zum 20jährigen Jubiläum des archäobotanischen Museumsgartens lud das Naturmuseum zu einem Fotowettbewerb ein. Garten- und Naturbegeisterte waren aufgefordert, mit ihrer Kamera auf Entdeckungsreise in den Museumsgarten zu gehen und die schönsten Motive in ausdrucksstarken Bildern festzuhalten. Eine dreiköpfige Jury las aus vielen spannenden Einsendungen vier Gewinnerbilder aus. In der Kabinettausstellung wurden sie zusammen mit 18 weiteren Teilnahmefotos präsentiert und zeigten witzige und ungewohnte Perspektiven des Museumsgartens.

Rostroter Fingerhut im archäobotanischen Museumsgarten. Foto Claude Besançon, Oberneunforn

Exoten im Garten – was tun?

2016

Pflanzen halten sich nicht an Zäune. Einige exotische Arten sind verwildert, breiten sich explosionsartig aus und nehmen den einheimischen Pflanzen und Tieren die Lebensgrundlage. Diese „invasiven Neophyten“ können zudem die Gesundheit gefährden oder Bauten schädigen. Im Kabinett des Naturmuseums zeigte die Ausstellung des Amts für Umwelt Thurgau die problematischen Auswirkungen von Neophyten auf und stellte attraktive Alternativen für den eigenen Garten vor.

„Irrsinnig!“ – Ein Naturalienkabinett eingerichtet von Elisabeth Büchler

2015 / 2016

Naturalienkabinette, die Vorläufer der Naturmuseen, zeigen eine Vielfalt von Objekten, welche aus naturwissenschaftlichem Interesse gesammelt werden. Stets schwingt aber auch die Begeisterung am Zusammentragen und Präsentieren kurioser, seltener und schöner Dinge mit. Das unwiderstehlich Wunderbare der Objekte fesselt die Betrachtenden und liegt auch der Sammlung des Naturmuseums Thurgau zugrunde.
Für diese Ausstellung hat Elisabeth Büchler, seit 1989 Grafikerin und Gestalterin im Museum, freie Hand erhalten. Sie hat nach ihrem Gutdünken Stücke aus unseren Sammlungen ausgewählt und damit ihr persönliches Naturalienkabinett eingerichtet - Schaulust pur!
Das Resultat ist nach Ausstellungsende hier virtuell zu bestaunen:
Virtuelles Naturalienkabinett

Schöner Boden!

2015

Eine Reihe von Kästen mit Bodenproben aus unterschiedlicher Tiefe - das ist die Bodenarten-Sammlung des Frauenfelder Kulturingenieurs Albert Weber (1881-1960). Ihr faszinierender Anblick machte auf den meist unbeachteten Lebensraum Boden aufmerksam, der doch die Grundlage für unsere Nahrungsmittelproduktion darstellt. Zum Internationalen Jahr des Bodens 2015 präsentierte das Naturmuseum Thurgau diesen Schatz aus der Sammlung und ergänzte ihn mit grossformatigen Postern einer Bodenbildserie der Forschungsanstalt Agroscope, die das faszinierende Zusammenspiel zwischen der meist unsichtbaren unterirdischen und der uns bekannten oberiridischen Welt illustrierte.

Has im Glas - die Nasssammlung des Naturmuseums Thurgau

2014 / 2015

Die Nasssammlung des Naturmuseums Thurgau besteht aus 583 Gläsern, welche mehr als 1100 Tier- und Pflanzenteile, eingelegt in Alkohol- oder in Formaldehydlösung, enthalten. Entstanden ist sie in den ersten vier Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Nach einer umfassenden, zweijährigen Revision erstrahlte sie 2015 in neuem Glanz. Grund genug, ihr eine Ausstellung im Kabinett zu widmen. Die Schau ermöglichte einen faszinierenden Blick auf einen eigentümlichen Sammlungsteil, der ursprünglich gar nicht für die Ausstellung im Museum, sondern zu Forschungszwecken angelegt wurde.

Schönbär und Nonne. Licht ins geheime Leben der Nachtfalter

2013 / 2014

Sein Fotostudio ist ein mit weissem Papier ausgekleideter Joghurtbecher, als Stativ für die Lampe zum Anlocken seiner Bildmotive dient ihm ein alter Gartengrill und zu seiner Arbeitstechnik meint er: „Man muss einfach nur hinschauen und kann dabei soviel sehen. Und es ist so einfach“. Armin Dett, Fotograf und Diplomdesigner aus Konstanz, schenkt Nachfaltern seine ganze Aufmerksamkeit. Mit Akribie, Leidenschaft und Geduld hat er in den vergangenen Jahren über 250 Arten in seinem Garten am deutschen Bodenseeufer beobachtet und fotografiert. Seine Bilder rücken Nachtfalter buchstäblich ins rechte Licht und präsentieren uns ihren Formen- und Farbenreichtum und ihre unerwartete Schönheit. In der Kabinettausstellung zeigte Armin Dett erstmals eine Auswahl von rund 40 Bildern einem grösseren Publikum, ergänzt durch eine Hörstation, in der der Fotograf über seine Arbeit erzählte

Eugen Baumann - Die Vegetation des Untersees von 1911 bis heute

2013

Der Bevölkerung Ermatingens, wo Eugen Baumann (1868-1933) in der Zeit von 1905 bis 1910 lebte, war der kauzige Botaniker wohl etwas suspekt. Fast täglich erkundete er das Ufer des Untersees zu  Fuss oder mit dem Ruderboot und ging mit Akribie seiner wissenschaftlichen Arbeit nach. Nach anstrengenden Jahren der Feldarbeit publizierte er schliesslich 1911 an der ETH Zürich seine Doktorarbeit «Die Vegetation den Untersees». Das mehrere Hundert Seiten starke Werk dient noch heute als Grundlage für floristische Forschungsprojekte. Die Kabinettausstellung porträtierte den eigenwilligen Menschen Eugen Baumann, würdigte seine wissenschaftliche Leistung und zeigte eindrücklich, wie sich Landschaft und Pflanzenwelt des Untersees in den Hundert Jahren seit Baumanns Arbeit verändert haben.

Moosspaziergänge – Schneckenfahrten. Arbeiten von Olga Mötteli

2012 / 2013

Von 1936 bis 1944 stand das Naturmuseum Thurgau unter der Leitung von Olga Mötteli. Sie war die erste Frau in der Schweiz, die einem Naturmuseum vorstand. Unterschiedlichste Belege, Skizzen und Texte in unseren Sammlungsbeständen zeugen von ihrer Leidenschaft für die Naturforschung. In der Kabinettausstellung konnte man in Olga Möttelis Skizzenheften blättern oder über die sorgfältig gestalteten Moos- und Herbarbögen, die säuberlich beschrifteten Schächtelchen mit Schneckenhäuschen und die mit Farbstiften kolorierten Blumenbilder staunen. Zwei Hörstationen ermöglichten es, einem Vortrag von Olga Mötteli zu lauschen oder zwei Zeitzeuginnen zuzuhören, die so einiges über ihre Mötteli-Gotte zu berichten wussten. Stück für Stück erschloss sich das Bild einer erstaunlichen Frau, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts so eigenständig in einer Männerdomäne zu behaupten wusste.

Die Holzbibliothek von Candid Huber

2011 / 2012

Zwischen 1790 und 1804 stellte Pater Candid Huber im bayerischen Ebersberg serienmässig Holzbibliotheken her, die bis zu 150 Bände umfassten.  Eine Holzbibliothek ist eine Sammlung von Holzarten in Form von Büchern. Von bisher rund einem Dutzend bekannter und noch erhaltener solcher Holzbibliotheken von Candid Huber ist diejenige des Naturmuseums Thurgau mit 135 Bänden eine der umfangreichsten. Im Kabinett im zweiten Obergeschoss hatten wir der Holzbibliothek eine Bühne bereitet. Man konnte die Bibliothek in ihrer Gesamtheit betrachten und das liebevoll ausgestattete Innenleben einzelner Bände bewundern. Ein Meisterwerk aus vergangenen Zeiten!

Leben im Insektengarten – Jean-Henri Fabre (1823-1915)

2010 / 2011

Die literarischen Insektenportraits des südfranzösischen Forschers Jean-Henri Fabre (1823 – 1915) gehören zu den schönsten und einfühlsamsten aber auch genauesten Tierbeobachtungen, die je geschrieben wurden. Mit seinen Erinnerungen eines Insektenforschers schuf er ein unvergleichliches, unerschöpfliches literarisches Denkmal, mit dem es ihm gelingt, auch Laien die Augen für die Welt der Insekten zu öffnen.

Kunst am Bau - Vielfalt der Vogelnester

2008

Vögel bauen Nester, weil sie Eier legen. In der Kabinettausstellung gewann man einen Eindruck von den Materialien, die sie beim Nestbau verwenden und von der erstaunlichen Formenvielfalt, die sie dabei entwickeln. Die Schau zeigte einige der eindrücklichsten Vogelnester aus der umfangreichen Sammlung des Naturmuseums Thurgau. Zu bestaunen gab es eine Vielzahl der bei uns am häufigsten vorkommenden Nesttypen: Von der Nestmulde über das Kugelnest bis hin zur Spechthöhle, aber auch wundersame Launen der gefiederten Baumeister, wie eine zu einem Vogelnest umfunktionierte Schnapskiste. Kurztexte und Abbildungen informierten über Zweck und Entstehung von Vogelnestern.

Vogel!Grippe?

2007

Kaum ein Thema beherrschte letztes Jahr die öffentliche Meinung so sehr wie die Vogelgrippe. Ganz an-ders die Situation in diesem Jahr: Auf Grund des milden Winters ist das Risiko, dass sich virustragende Vögel im Bodenseeraum aufhalten deutlich geringer als im letzten Winter. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Vogelgrippe besiegt ist. Bei einem Temperatursturz würde die Gefahr vermutlich rasch steigen. Mithin ein Grund, wieso die Behörden beispielsweise die Stallpflicht für Geflügel noch nicht aufgehoben haben. Dies mit Recht, sind die ersten Fälle von Vogelgrippe am Bodensee im letzten Winter doch erst Ende Februar und im März entdeckt worden.